Aquarien sind faszinierend und beruhigen zugleich die Seele. Und sie sind einzigartig. Denn auch als Taucher wird man kaum einem Unterwasserbiotop – das man auch noch nach eigenen Vorstellungen gestaltet hat – so ungestört nahekommen.
Worauf kommt es bei der Anschaffung eines Aquariums an? Von Bedeutung sind zum einen die Größe, die Grundausstattung, die Aufstellung, Deko-Elemente, Wasser und Wasserreinigung, sowie die Auswahl die Fische.
Bei der Wahl des Standplatzes sollte auf reduzierte Sonneneinstrahlung und viel Schatten geachtet werden. Sonne fördert Algenbildung und fordert engmaschige Reinigungsprozesse. Außerdem sollte der Platz etwas abseits liegen und nicht unbedingt im Mittelpunkt des familiären Geschehens. Fische benötigen Rückzugsmöglichkeiten, um sich wohlfühlen zu können.
Anfänger sollten nicht das kleinste Exemplar wählen. Denn etwas größere Wasserbecken sind einfacher zu pflegen. Außerdem gilt: Je größer das Bassin, desto stabiler ist das Mini-Ökosystem und dessen Regulierungsfähigkeit. Schon im Hinblick auf den Fischbesatz sollte ein Aquarium mindestens rund 54 Liter Wasser aufnehmen können. ACHTUNG: Wasser wiegt schwer. Deshalb auf eine stabile Unterkonstruktion achten. Der Zoohändler bietet entsprechend integrierte Aquarien mit Unterschränken in allen Größen an. Und nicht vergessen: Alle zwei Wochen sollte zumindest ein Teilwasserwechsel vorgenommen und ein Drittel der Füllung ausgetauscht werden.
Keine Angst vor der Ausstattung: Filter, Heizstab, Thermometer und Beleuchtung – fertig! Gut, das stimmt nicht ganz. Denn jetzt geht es darum, welches Produkt man am besten wählt. Diese Wahl sollte man allerdings erst im Augenblick des Kaufes entscheiden, weil es vom Standort und der Größe des Bassins abhängig ist. Der Zoohändler hilft dabei. Kleiner Tipp: Eine Zeitschaltuhr für die Beleuchtung hilft Strom sparen und simuliert für die Fische den Tag- und Nachtwechsel.
Welche Fische man ins erste eigene Aquarium einsetzt, hängt von den Wasserwerten (Härtegrade) und natürlich den eigenen Vorlieben ab. Grundsätzlich sollte man die Fischbesetzung nicht so beliebig auswählen wie die Blumen für einen Strauß. Schwertfische etwa brauchen Gesellschaft, Einzelfische benötigen Rückzugsorte. Die Nahrung wie die Pflege können durchaus unterschiedlich sein. Der robuste Guppy eignet sich aber recht gut für „Einsteiger“. Ebenso der Antennenwels, der Zebrabärbling, der Rote Neon oder der Kardinalfisch. Die Auswahl bleibt groß, und die Freude nach erfolgreichem Besatz im selbst gestalteten Aquarium ebenfalls.